Grüß Gott im Karmelitenkloster Würzburg

Sie erhalten hier einen Einblick in das seit 1627 in Würzburg bestehende Kloster der Unbeschuhten Karmeliten – dem Reuererkloster in der Sanderstraße.

Auf unserer Internetpräsenz erfahren Sie alles Wissenswerte über unser Haus und wir informieren Sie über unsere Angebote sowie die aktuellen Ereignisse.

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Mit herzlichen Segensgrüßen

– Ihr Konvent der Unbeschuhten Karmeliten in Würzburg

Einkleidung

Am 28. November 2018, dem 450. Jahrestag der Gründung des ersten Männerklosters der teresianischen Reform in Duruelo, kleidete mittags in der Lesehore unser Provinzial P. Dr. Ulrich Dobhan OCD unseren Postulanten Mladen Šimič ein. Der neue Novize erhielt den Namen Frater Josef Maria von der Barmherzigkeit Gottes. Wir wünschen F. Josef M. zu seinem Noviziat Gottes Segen und die Führung des Heiligen Geistes.

Karmeliten feiern das höchste Fest ihres Ordens

Am 16. Juli feiern die Karmeliten in der Sanderstraße das Hochfest unserer lieben Frau vom Berge Karmel. Dieses Fest hängt mit ihrer Entstehung zusammen:
In ihrer Regel, die der Patriarch Albert von Jerusalem auf Anfragen von den Einsiedlern am Berg Karmel an der Quelle des Propheten Elija, ihnen in seiner Briefantwort schrieb, regte er auch an, in ihrer Mitte eine kleine Kirche zu Ehren der Gottesmutter Maria zu bauen. Von dieser Kirche erhielten die Einsiedler den Namen „Brüder der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel„, der bis heute der offizielle Namen des Karmelitenordens ist.

Die Feierlichkeiten beginnen am Sonntag dem 15. Juli mit einem Festgottesdienst um 9.30 Uhr,  Hl. Messe 11.00 Uhr, danach Aussetzung des Allerheiligsten bis 15.30, dann Marienvesper mit Eucharistischer Prozession durch den Klosterinnenhof und Abendmesse um 18.00 Uhr. Am eigentlichen Festtag, Montag, dem 16. Juli, sind die Gottesdienste um 10.00 Uhr und um 18.00 Uhr Hochamt mit Bläsern. Nach jedem Gottesdienst kann man sich in der Sakristei das Skapulier auflegen lassen.

Einladung zur Reuererprozession

Traditionell am Sonntagabend nach Fronleichnam, dieses Jahr ist es der 3. Juni, findet auch die diesjährige Reuererprozession statt, entsprechend dem Volksmund: „Hinten nach kommen die Reuerer“.

Beginn ist um 18 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche, den der Spiritual des Priesterseminars, Herr Domvikar Paul Weismantel, halten wird, ebenso die Predigt. Liturgie und Prozession wird nach alter Tradition von den Seminaristen des Priesterseminars gestaltet. Im Anschluss geht die Prozession durch das Reuererviertel, mit einer Statio auf dem Spielplatz beim Wirsberg-Gymnasium.

Sommerliche Reuererprozession

Am Abend des Sonntags nach Fronleichnam, den 3. Juni 2018, fand beim schönsten Sommerwetter die traditionelle „Reuerer“-prozession statt. Der Gottesdienst und die Prozession wurde von Herrn Domvikar Spiritual Paul Weismantel gehalten und von den Studenten des Priesterseminars gestaltet. Der Stadtrat der Stadt Würzburg war gut vertreten, an dessen Spitze der OB Christian Schuchardt und der Bürgermeister Adolf Bauer. Die Prozession zog mit guter Beteiligung der Bevölkerung durch das Reuererviertel zum Kinderspielplatz im Garten der Karmeliten, wo die Statio mit Eucharistischen Segen statt fand. Über die Landwehrstraße und Sanderstraße ging es in die Karmelitenkirche zurück, wo der abschließende Segen gegeben wurde, dem sich das feierliche „Te Deum“ anschloss und der Gruß an Maria „O himmlische Frau Königin“.

Nach dem Frühstück geht es weiter…

Wenn morgens um 5 Uhr die Feier der Osternacht beginnt, ist jeder schon eine Weile wach, aber nicht unbedingt ausgeschlafen. Die Atmosphäre ist morgens am Osterfeuer ganz speziell. Die Vögel fangen an zu zwitschern. Noch dazu die Kälte und der liturgische Ablauf, auf den wir Ministranten uns konzentrieren müssen, gehören zu dieser ungewöhnlichen, aber besonderen Nacht dazu. Nach über zwei Stunden Wortgottesdienst und Eucharistiefeier ziehen wir aus und freuen uns auf das gemeinsame Osterfrühstück im Refektorium. Trotz der einsetzenden Müdigkeit setzen wir jedoch schon rund zwei Stunden später unseren Dienst beim feierlichen Osterhochamt fort.

Nach dem Hochamt schließlich am Ostermontag schauen wir auf schöne Tage seit Gründonnerstag zurück, die wir gemeinsam begangen und gefeiert haben. Frohe Ostern!

Ostern 2018

„OSTERN“ buchstabieren „O-S-T-E-R-N“ = Ob Seine Treue Einmal Reißt? Niemals!“

Die biblische Geschichte ist eine Geschichte der Treue Gottes, die ihren Höhepunkt in Jesu Tod und Auferstehung erreicht. Wendet sich der Mensch ab, so ruht der Blick Gottes weiterhin sehnsuchtsvoll auf ihm. Der Mensch braucht nur umzukehren und schon durchströmt ihn wieder seine Liebe. Nicht Gott wendet sich vom Menschen ab, sondern der Mensch von Gott.

So können wir voll Freude mit dem Exsultet wirklich jubeln: „O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!“

Ein zur Freude befreiendes Osterfest wünscht allen der Konvent der Karmeliten

P. Elias

Einladung zum Hochfest des hl. Josef

Der hl. Josef stand lange im Schatten der kirchlichen Verehrung, wie auch auf den Weihnachtsdarstellungen oft im Hintergrund oder am Rand steht. Damit sollte die theologische Aussage dargestellt werden, dass er nichts mit dieser Geburt zu tun hat – daher auch das oft fortgeschrittene Alter des Josefs. Der hl. Bernhard von Clairvaux und die hl. Teresa von Ávila, unsere Ordensmutter förderten die Verehrung des hl. Josefs sehr. Die hl. Teresa hatte viele ihrer Gründungen unter sein Patronat gestellt. Erst spät fand der Name des hl. Josefs den Eingang in die Allerheiligenlitanei und gar erst Papst Benedikt XVI. fügte seinen Namen in die Hochgebete der Messe ein.

Die Karmeliten laden ganz herzlich zur Mitfeier des Hochfestes des hl. Josefs am 19. März ein. Amt mit Festpredigt um 10.00 Uhr und Hochamt mit Predigt um 18.00 Uhr. Festprediger ist Prior Pater Elias M. Haas OCD.

Gebetstafel für die Prager-Jesuskind-Kapelle

Am 7. März wurden die beiden Gebetstexte der Heiligen Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz unter der Scheibe auf dem Betschemel der Prager-Jesuskind-Kapelle eingelassen. Die Kapelle hat das Thema „Venite adoremus“, diese Worte sind ja auch in die Schwelle zur Kapelle eingraviert. So war auch gedacht, dass unter das Glas Gebetstexte zum persönlichen Gebrauch zu finden sind. Angefertigt wurden diese vom Kalligraphen aus Karlstadt a. Main Gosbert Stark. So hat diese Kapelle ihr I-Tüpfelchen bekommen.

Josefsmittwoche 2018

Ich nahm mir den glorreichen heiligen Josef zu meinem Anwalt und Herrn und empfahl mich ihm sehr. Ich sah deutlich, wie dieser mein Vater und Herr mich nicht nur aus dieser Not, sondern auch aus anderen, noch größeren…rettete. …Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade verliehen zu haben, in einer bestimmten Notlage zu helfen, mit diesem großen Heiligen aber habe ich die Erfahrung gemacht, daß er in allen Nöten hilft. Damit möchte uns der Herr zu verstehen geben, dass er nun, so wie er dem hl. Josef auf Erden unterstellt war, im Himmel tut, worum ihn dieser bittet – da dieser als sein Pflegevater ihm geegnüber Vaterstelle vertrat, konnte er ihm ja Aufträge erteilen. Diese Erfahrung haben auch noch manch andere gemacht, denen ich geraten hatte, sich ihm zu empfehlen; und es sind sogar viele, die ihn neuerdings verehren, weil sie erfahren, wie wahr das ist.
( Teresa V 6,6)

Von ihrer Ordensmutter Teresa von Jesus hat der Karmel diese Verehrung des hl. Josefs geerbt, die sich in den 9 Josefsmittwochen zeigt, als Vorbereitung auf das Hochfest des hl. Josefs am 19. März. Diese Josefsmittwoch beginnen im Jahre 2018 am 17. Januar mit Gottesdiensten mit Predigt zum Thema „Eucharistie – Danksagung“ jeweils um 10.00 und 18.00 Uhr.

Die heilige Thérèse hat ihren Rosenkranz wieder

Die heilige Thérèse von Lisieux schreibt in ihrer Autobiographie:

„Ganz allein den Rosenkranz zu beten kostet mich mehr Überwindung, als das Anlegen eines Bußinstruments…ich bin mir bewußt, ihn so schlecht zu beten! Ich kann mich noch so sehr bemühen, die Geheimnisse des Rosenkranzes zu betrachten, es gelingt mir nicht, meinen Geist zu sammeln…Lange war ich untröstlich über diesen Mangel an Andacht, der mich verwunderte, denn ich liebe die Mutter Gottes so sehr, daß es mir leicht fallen sollte, zu ihren Ehren Gebete zu sprechen, die ihr wohlgefallen. Jetzt betrübe ich mich weniger, ich denke, die Himmelskönigin wird als meine Mutter meinen guten Willen sehen und sich damit zufrieden geben.“

Was die hl. Thérèse mit diesen Worten beschreibt, drückt die Bronzestatue aus. Die Haltung Thérèses ist angespannt und macht die Überwindung deutlich, die ihr das Beten des Rosenkranzes gekostet hat. Zugleich aber zeigt ihr Gesicht ein sanftes Lächeln. Der Künstler Paul Nagel hat in diesem Abschnitt über den Rosenkranz den „Kleinen Weg“ der Heiligen veranschaulicht gesehen: etwas aus Liebe tun, obwohl man keine Freude daran empfindet. Alles aus Liebe tun, gerade auch das, was man gar nicht tun will, das war die Antwort der kleinen Thérèse auf die Gnade Gottes, die sie einfach so, aus grundloser Liebe, erwählt hat!

Heute gehen viele Menschen oft nur nach dem Lustprinzip vor…etwas mit Liebe tun, obwohl man keine Lust hat und keine Freude dabei empfindet, das ist etwas, was wohl auch heute noch Aktualität besitzt, denn im Alltag und bei der Arbeit kann man nicht alles mit Freude tun, aber man kann immer Liebe hineinlegen, die besonders dann wertvoll ist, wenn man selbst nichts davon hat.

Am Freitag, den 20. Oktober 2017, in den frühen Morgenstunden hat Herr Andreas Jurowski, der Silberschmied der Abtei Münsterschwarzach, den von ihm gefertigten silbernen Rosenkranz an der Statue der hl. Thérèse in ihrer Kapelle wieder angebracht. Der erste in den Händen der Statue hatte jemandem so gut gefallen, dass er schon kurz nach der Aufstellung am 5. Dez. 1990 schon entwendet war. Ohne diesen Rosenkranz versteht man nicht den Ausdruck dieser Bronzestatue, der durch die obige Beschreibung klar wird. Damit er nicht mehr so leicht entfernt werden kann, ist er jetzt gut an der Statue befestigt.