Grüß Gott im Karmelitenkloster Würzburg

Sie erhalten hier einen Einblick in das seit 1627 in Würzburg bestehende Kloster der Unbeschuhten Karmeliten – dem Reuererkloster in der Sanderstraße.

Auf unserer Internetpräsenz erfahren Sie alles Wissenswerte über unser Haus und wir informieren Sie über unsere Angebote sowie die aktuellen Ereignisse.

Wir freuen uns über Ihren Besuch oder Kontakt

Mit herzlichen Segensgrüßen

– Ihr Konvent der Unbeschuhten Karmeliten in Würzburg

Die Kar- und Ostertage in der Karmelitenkirche

Palmsonntag:  
Übliche Sonntagsordnung
 (Prozession zu St. Peter entfällt) 

Gründonnerstag:
7.00 Uhr  Trauermette
 18.00 Uhr Messe vom letzten Abendmahl,
anschl. Ölbergstunden in der Krypta bis 22.00 Uhr

Karfreitag:  
7.00 Uhr Trauermette
10.00 Uhr Kreuzweg
15.00 Uhr Karfreitagsliturgie vom Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus

Karsamstag:
Tag der Grabesruhe Jesu 
7.00 Uhr Trauermette

Ostersonntag:
6.00 Uhr Feier der Auferstehung unseres Herrn
9.30 Uhr  Osteramt
11.00 Uhr  Betsingmesse
17.30 Uhr  Ostervesper
18.00 Uhr  Betsingmesse

Ostermontag:
Sonntagsordnung
Beichtgelegenheit (wie üblich und nach Vereinbarung)

Josefsnovene 2021 zum Jahr des heiligen Josef

Liebe Verehrer des heiligen Josef!

Ganz herzlich laden wir Sie auch dieses Jahr wieder zu unseren Josefsmittwochen ein! Wie gewohnt findet morgens um 10.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr ein Amt mit Predigt statt…

Weil Papst Franziskus das Jahr 2021 zum Josefsjahr ausgerufen hat, haben die 9 Predigten den heiligen Josef zum Inhalt:

  1. Der heilige Josef – der beliebte Volksheilige  (20. Januar)
  2. Der Diener im Hintergrund  (27. Januar)
  3. In seinem Herzen: Erbarmen und Liebe (03. Februar)
  4. Gehorsam gegenüber der Stimme Gottes  (10. Februar)
  5. Er lebte die Treue (17. Februar)
  6. Er redete nicht, er hat gehandelt (24. Februar)
  7. Der Patron der Arbeiter   (03. März)
  8. Er hält seine Hand über die Kirche  (10. März)
  9. Josef steht den Sterbenden bei  (17. März)

Morgens um 10.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr: Amt mit Predigt

Hochfest des heiligen Josef am 19. März

Christmetten mit „angezogener Handbremse“

Aufgrund der Corona-Situation haben wir uns dieses Jahr dazu entschieden, zwei Christmetten anzubieten: um 17.00 Uhr und um 19.00 Uhr. Der Gedanke war, die sonst ja so gut besuchte Christmette zu entzerren, um möglichen Ansteckungsgefahren vorzubeugen. Wie sich dann aber zeigte, wäre das gar nicht nötig gewesen, denn beide Christmetten waren nicht so gut besucht, dass es eine Entzerrung gebraucht hätte. Wohl haben die älteren Menschen, die ja vorzugsweise an den Christmetten teilnehmen, auf den Rat ihrer besorgten Kinder gehört und sind deshalb nicht gekommen. Leider ist aus dem eben genannten Grund und natürlich auch wegen der nicht gesungenen, sondern nur gebeteten Weihnachtslieder keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufgekommen… Es waren wie Christmetten „mit angezogener Handbremse“…

Es ist jedem gläubigen Menschen klar, dass unser Glaube an die Mensch-werdung Gottes nicht an unsere Stimmungen gebunden ist: Jesus ist trotz der Situation, in der wir zur Zeit stehen, geboren! Aber an solchen Christmetten merkt man, wie sehr man auch als gläubiger Mensch ein Mensch ist, der für sein „Innen-leben“ nicht nur den klaren Glauben an Gott und dessen Mensch-werdung braucht, sondern auch die äußerlich dazu passende Stimmung – fehlt diese, dann fehlt doch auch Wesentliches… 

Ich möchte Ihnen und uns allen für das Neue Jahr 2021 nicht nur Gottes Segen, Gesundheit und Wohlergehen wünschen, sondern auch eine Besserung der Gesamtsituation, so dass Weihnachten 2021 zumindest in etwa so werden kann, wie wir das vor 2020 gekannt haben: ein Weihnachten, bei dem Inneres und Äußeres zusammenklingt…

Ihre Karmeliten

Hochfest „Johannes vom Kreuz“

Am Montag, den 14. Dezember, feierten wir Karmeliten das Hochfest unseres heiligen Ordensvaters Johannes vom Kreuz. In beiden Eucharistiefeiern, sowohl am Morgen um 10.00 Uhr als auch am Abend um 18.00 Uhr hat der Prior über die Lehre unseres Ordensvaters von der „Dunklen Nacht“ eine kurze Predigt gehalten. 

Zunächst fragte er, was wir heutigen Menschen des 21. Jahrhunderts denn von einem Heiligen des 16. Jahrhunderts lernen können… Sehr viel, denn die Lehre unseres Ordensvaters von der „Dunklen Nacht“ gilt für jeden Menschen und für alle Zeiten, also auch für das 21. Jahrhundert. Jeder gläubige Mensch muss nämlich in seinem Leben durch eine dunkle Nacht hindurch gehen, wenn er zu Gott, dem ewigen Licht, gelangen will.
Die dunkle Nacht hat verschiedenste Facetten:
So kann der eine auf einmal nicht mehr beten, obwohl er in seinem Leben eigentlich nie Probleme damit hatte… Der andere sieht in den Gebeten, die er verrichtet, keinen Sinn mehr: Was bringt das Gebet denn noch? Hilft es denn wirklich demjenigen, für den man betet?… Und der Dritte kann auf einmal nicht mehr glauben, dass es Gott gibt angesichts dessen, was er täglich in seinem Leben erfahren muss…

Wie antwortet unser heiliger Ordensvater Johannes vom Kreuz auf diese dunklen Glaubens-Nächte? Wichtig ist vor allem, dass der durch die Dunkle Nacht Geprüfte trotz allem an der Liebe Gottes zu sich festhält: „Ja, mein Gott, du liebst mich, auch wenn ich es fast nicht mehr glauben kann! Ja, es gibt dich, auch wenn ich manchmal an deine Existenz fast nicht mehr glauben kann…“ Nach Johannes vom Kreuz sind die Glaubens-Nächte eine Gnade, die Gott uns aus Liebe schenkt, damit wir dadurch von einer falschen Anhänglichkeit an ihn und auch an uns selbst gereinigt werden. Was jedoch für uns als Einzelne gilt, gilt auch für unsere heutige Zeit, die ja – nicht zuletzt durch die Coronakrise – in eine immer dunklere Nacht hineingeführt wird! Und: Es gilt auch für unsere heutige Kirche, die sich nicht weniger in einer Dunklen Nachtphase befindet… Am Ende des dunklen Tunnels steht aber nicht das Dunkel, sondern immer das Licht, das Licht Gottes…

Verlängerung der Zeitlichen Profess

Am vergangenen Samstag, den 28. November 2020, hat unser lieber Mitbruder, Frater Josef Maria, gleich in der Frühe um 7.00 Uhr in unserem Betchor im Rahmen einer Eucharistiefeier und der integrierten Laudes die Verlängerung seiner Zeitlichen Profess um ein Jahr in die Hände des Priors, Pater Michael, abgelegt. Es war eine schlichte, aber für diesen Anlass würdige Feier innerhalb unserer Gemeinschaft. 

In seiner Predigt ging der Prior zunächst auf den Beginn der Reform der Brüder des Teresianischen Karmel ein, da sich dieser genau an diesem Tag zum 452. Mal gejährt hat:
am 28. November 1568 hat unser heiliger Ordensvater Johannes vom Kreuz die Reform unseres Ordens in dem kleinen Dorf Duruelo in Altkastilien begonnen. So etwas atmet Geschichte. Wir heutigen Karmeliten haben also Teil an einer langen Tradition. Dabei ist uns klar, dass es für uns ein „Dürfen“ und kein „Müssen“ ist, das Leben im Karmel in der heutigen Zeit fortführen zu dürfen. Mit der Verlängerung seiner Zeitlichen Profess erklärte sich auch Frater Josef Maria bereit, die Spiritualität des Karmel „hier und heute“ ins Leben umzusetzen. Wir wünschten ihm dazu von Herzen den Segen Gottes!

Teresa von Avila – eine ungewöhnliche Heilige

Am vergangenen Donnerstag, dem 15. Oktober, haben wir in unserer Karmelitenkirche (Reuererkirche) in beiden Eucharistiefeiern morgens um 10.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr unserer heiligen Mutter, Teresa von Avila, gedacht… Beide Gottesdienste waren trotz der Corona-krise gut besucht… Die Eucharistiefeier um 10.00 Uhr hielt Pater Robert. In seiner Predigt ging er vor allem auf das von Teresa verfasste Gedicht: „Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken“ („Nada te turbe, nada te espante“) ein. Den Festgottesdienst am Abend übernahm Pater Michael. Seine Predigt hatte die teresianische Trias zum Inhalt: 1. die gegenseitige Liebe 2. die Loslösung von allem Geschaffenen (= innere Freiheit) und 3. die wahre Demut. Alle drei Tugenden sind für das geistliche Leben des Einzelnen wie auch für das Gemeinschaftsleben unerlässlich.

Die vier Eucharistiefeiern am Samstagabend und am Sonntag, in denen noch einmal der großen Teresa gedacht wurde, waren ebenfalls gut besucht. Die Predigt hielt in allen Gottesdiensten Pater Michael. Dabei ging er vor allem auf die Klostergründungen Teresas und die damit verbundenen Schwierigkeiten ein, die Teresa nur mit Hilfe des Inneren Gebets, das heißt der lebendigen Beziehung zu Jesus meistern konnte. Teresa rät auch uns heutigen Christen, das Innere Gebet zu pflegen, indem wir uns in unserem Innern immer wieder die Gegenwart des dreifaltigen Gottes bewusst machen.

Skapulierfest

Am vergangenen Donnerstag, dem 16. Juli, haben wir in unserer Karmelitenkirche  das Hochfest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel mit zwei Eucharistiefeiern unter erfreulich großer Beteiligung der Gläubigen begangen. Dieses Fest nennt man im Volksmund auch „Skapulierfest“, da Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel dem damaligen Ordensgeneral Simon Stock das sogenannte „Skapulier“ überreicht hat, um den Orden damit ihren Schutz zuzusichern. Das „Skapulier“, das wir Karmeliten als das Schutzkleid unseres Ordens verehren, können auch Laien übergelegt bekommen und  sich dadurch unter den besonderen Schutz Marias stellen.

Am vergangenen Sonntag begingen wir mit vier Gottesdiensten die sonntägliche Feier des Hochfestes, zu der sich auch wieder erfreulich viele Gläubige eingefunden hatten. In der Ansprache ging Pater Michael vor allem auf das Thema „Vertrauen“ ein: Gerade in der aktuellen, nicht leichten (Corona-)Zeit, dürfen wir ganz besonders unserem guten Gott wie auch unserer himmlischen Mutter Maria Vertrauen schenken, weil sie uns ja gerade dann beistehen und ihre schützenden Hände durch das Skapulier über uns legen, wenn es nicht so leicht für uns ist.

Auf den jeweiligen Hinweis von Pater Michael hin, den dieser am Ende einer jeden Eucharistiefeier und der Skapulierandacht am gleichen Nachmittag gab, haben sich 23 Gläubige das Skapulier auflegen lassen und sich damit ausdrücklich unter den besonderen Schutz Marias gestellt. Das Thema der Predigt in der Skapulierandacht war das Wort der kleinen heiligen Therese: „Wenn man die Gottesmutter angefleht hat und ist nicht erhört worden, dann soll man sie gewähren lassen, ohne zu drängen, noch sich zu beunruhigen“…

Ein Wort, das gerade in die momentane Zeit gut hineinpasst…

Provinzkapitel 2020

Foto: Fotografie Bayer © Karmelitenkloster Würzburg

In der Pfingstwoche, vom 1. bis 6. Juni, tagte das Provinzkapitel unseres Ordens in Würzburg.

Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse:

Provinzial   P. Dr. Raoul Kiyangi

1. Provinzrat:  P. Dr. Ulrich Dobhan

2. Provinzrat: P. Thomas Röhr

3. Provinzrat: P. Robert Schmidbauer

Prioren:

Würzburg: P. Michael Jakel

Regensburg: P. Elias M. Haas

München:   P. Bruno Piechowski

Foto: Fotografie Bayer © Karmelitenkloster Würzburg

Am Gedenktag der Märtyrer von Uganda haben die Kapitulare Ordengeschichte geschrieben und den ersten afrikanischen Provinzial gewählt und dies für die deutsche Provinz. In Afrika ist der Orden gut vertreten, aber es gibt noch keine selbstständigen Provinzen, sodass P. Raoul der erste Provinzial aus Afrika ist.

Wir wünschen Ihm und alle, die ein Amt übernommen haben, die Gaben des Hl. Geistes und Gottes Segen!

Öffentliche Eucharistiefeiern

Der Bischof von Würzburg, Dr. Franz Jung, hat ab dem 21. Mai, Christi Himmelfahrt, wieder öffentliche Eucharistiefeiern erlaubt. So tritt bei uns in der Karmelitenkirche wieder die gewohnte Gottesdienstordnung in Kraft.

Aber Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen müssen noch sein. Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregelungen haben wir 20 Sitzplätze in der Kirche. Haus- und Wohngemeinschaften können natürlich auch zusammen sitzen. Es gilt Maskenpflicht und eine strikte Kommunionordnung. Wir bitten diese aus Rücksicht und Solidarität zu beachten.

Wir haben erlebt, wie wesentlich Gemeinschaft zu einem Gottesdienst gehört und diese schmerzlich vermisst und freuen uns, dass in diesem Punkt wieder Normalität eintritt. Aber wir möchten durch die Vorsichtmaßnahmen vermeiden, dass diese Normalität kontraproduktiv wirkt und zu einer Gefährdung wird.

Wir sagen herzlichen Dank für Ihr Verständnis!